Konzert des Ensembles CRUSH
Foto: © Akio Taoka

Das Ensemble CRUSH ist eine Formation, die sich der zeitgenössischen Musik und ihren performativen Ausdrucksmöglichkeiten verschrieben hat. Die klassische Pierrot Lunaire-Besetzung von Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier erweitern die international vertretenen Mitglieder durch Akkordeon und Live-Elektronik. Zu ihrem Repertoire zählen etablierte Werke der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts, etwa von Grisey, Cage und Stockhausen, ihr Schwerpunkt liegt jedoch in der Zusammenarbeit mit Komponierenden und Kunstschaffenden unserer Zeit. In besonderem Interesse steht dabei einerseits die unkonventionelle Programmgestaltung, die u.a. durch das Aufheben klassischer Bühnensituationen und den Einsatz von (Live-)Elektronik auf vielfältige Weise verwirklicht wird. Im Fokus steht dabei das Verhältnis der einzelnen Stücke zueinander, die in ausgefeilten dramaturgischen Konzepten ein organisches Ganzes ergeben – wie ein multidimensionales Klangkunstwerk an sich. 

CRUSH spielt in einer Quartett-Besetzung mit Kyusang Jeong, Marin Petrov, Pia Marei Hauser und Slavi Grigorov. 

Um das Programm als eine vollendete räumliche Erfahrung zu realisieren, werden der Zwirnersaal und angrenzende Räume betreten und bespielt. Das Publikum soll sich auch frei in diesen Räumen bewegen können. Das Konzept des Konzertprogramms sieht folgende Transformation des Ensembles als Klangkörper im Raum und die Achse Interpret:innen — Publikum vor: von einer Klanginstallation im ersten Teil, die in mehreren Räumen gleichzeitig stattfindet und das Publikum sich jeweils eine andere Perspektive erschafft, hin zu einer kinetischen Klangskulptur, die im zweiten Teil im Zwirnersaal exponiert wird, jedoch nicht nur im Saal selbst, sondern auch von den benachbarten Räumen wahrgenommen werden kann.

Das komplette Programm wird wie folgt bespielt:

John Cage (1912–1992): „Cheap Imitation“ für variable Besetzung
Giacinto Sclesi (1905–1988): „Ko Lho“ für Flöte und Klarinette
Astor Piazzolla (1905–1992): „Vuelvo al Sur“ für Altflöte und Akkordeon
Marcel Duchamp (1887–1968)/John Cage (1912–1992): „Erratum Musical/Sculptures Musicales“ für variable Besetzung
Frederic Rzewski (1938–2021): „Les Moutons de Panurge“ – für variable Besetzung mit Beteiligung des Publikums

Kosten: 7 €, erm. 3 € (inkl. Eintritt)

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, die Platzvergabe erfolgt in der Reihenfolge der Anmeldung unter Telefon +49 2824 9510-60 oder besucherservice@moyland.de.