Gartenanlage

Eingebettet in die niederrheinische Landschaft bildet das neugotische Wasserschloss Moyland mit seiner historischen Gartenanlage aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert ein Ensemble von hohem kunst- und kulturgeschichtlichem Rang.  

Barocke Gartenelemente wie das Alleen- und Grabensystem bestimmen noch heute die Grundstruktur des Gartens. Zeitgleich mit der neugotischen Umgestaltung des Schlosses legte man im ausgehenden 19. Jahrhundert einen Garten im "gemischten Stil" an. In ihm verbinden sich Partien im Stil des "Englischen Gartens" mit Strukturen des "Architektonischen Gartens" zu einer situationsreichen Park- und Gartenlandschaft. Sie wurde parallel zum Wiederaufbau des Schlosses ebenfalls nach ihrem letzten historisch überlieferten Zustand wiederhergestellt.

Skulpturenpark

Die Parkanlage ist unsere größte Ausstellungsfläche. In dem seit 1997 eingerichteten Skulpturenpark befinden sich ca. 70 Kunstwerke aus der Museumssammlung, darunter Arbeiten von Erwin Heerich, Eduardo Chillida, James Lee Byars, Gerhard Marcks u. a.  

Die Skulpturen des ausgehenden 20. Jahrhunderts fügen sich harmonisch in die historische Gartenanlage. Plastische Arbeiten, von kleinformatigen bis zu monumentalen Skulpturen, finden im Außenbereich ihre Einbindung in die abwechslungsreichen Gartenpartien. Dieses Miteinander von zeitgenössischen Kunstwerken und historischer Gartenkunst eröffnet vielseitige Bezüge zwischen Kunst und Natur. Es hebt die Kunst aus ihrem musealen Kontext und stellt sie in einen Dialog mit gestalteter Natur.  

Sie erhalten am Museumseingang einen kostenlosen Lageplan, der Ihnen die Orientierung erleichtert und eine Liste der ausgestellten Kunstwerke beinhaltet.  

Aktuelle Ausstellung

Von Dezember 2020 bis August 2021 sind in der Parkanlage 16 Skulpturen des Künstlers Robert Schad zu sehen.

Kräutergarten

Der Kräutergarten des Museums Schloss Moyland ist einer der größten und attraktivsten Kräutergärten in der Region. Er wurde 1999 nach dem Vorbild des Anholter-Moyländer Kräuterbuches von 1470 angelegt, das sich heute in der Fürstlich Salm-Salmschen Bibliothek der Wasserburg Anholt befindet.  

Über 350 Kräuter

In sechzehn Einzelbeeten befinden sich über 350 heimische und ausländische Kräuter, darunter Kräuter des Anholter-Moyländer Kräuterbuchs, Giftpflanzen, exotische Kräuter, ein Beet mit Kräutern, die aus der Antike bekannt sind, außerdem Arzneipflanzen und Kräuter, die in der Pflanzenheilkunde der Hildegard von Bingen eine Rolle spielen, sowie Küchenkräuter.  

Öffentliche Führungen

Jeden 2. Sonntag im Monat (Juni bis Oktober), 13 Uhr 
Kosten: 3 € zzgl. Parkeintritt 

Infomaterial

Folder Netzwerk Kräutergärten am Niederrhein [PDF]

Hortensiensammlung

Hortensien begeistern mit ihrer Formen- und Farbenpracht. Insgesamt mehr als 2500 Pflanzen aus über 530 unterschiedlichen Hortensiensorten, darunter die neue Sorte Schloss Moyland, sind in der historischen Gartenanlage beheimatet und bilden somit eine der größten Hortensiensammlungen in Deutschland. 

Geschichte und Herkunft

Hortensien haben eine lange Tradition in den Schlossgärten Europas. Im 18. Jahrhundert kam das Gehölz aus Asien auf den europäischen Kontinent. Hortensien haben ihren Ursprung in zwei Regionen der Welt, woraus auch die gestaltliche Vielfalt resultiert. Zunächst wurden in Europa die Arten aus Asien bekannt, allen voran die Arten Hydrangea macrophylla mit Ball- oder Tellerblüten (bekannt auch als Bauernhortensien), Hydrangea paniculata (Rispenhortensien) und Hydrangea serrata, ebenfalls mit Tellerblüten. Vom amerikanischen Kontinent kamen später unter anderem die Waldhortensien (Hydrangea arborescens) hierher, die weitaus lockerere Ballblüten zeigen. Weitere im Park vorhandene Arten sind die Kletterhortensie (Hydrangea petiolaris) und die seltene Hüllblatt-Hortensie (Hydrangea involucrata). Mittlerweile gibt es rund 1000 benannte Hortensiensorten. Hortensien gelten als Symbol für Dankbarkeit, Anmut und Schönheit. 

Öffentliche Führungen

Jeden 2. Sonntag im Monat (Juni bis Oktober), 16 Uhr 
Kosten: 3 € zzgl. Parkeintritt