Die Konzertreihe colla voce im Museum Schloss Moyland wurde 2003 ins Leben gerufen. colla voce
ist italienisch und bedeutet: mit der Stimme. Es ist ein musikalischer Begriff, genauer gesagt eine Besetzungsvorschrift, wonach ein Instrument oder mehrere Instrumente eine vokale Stimme notengetreu mitspielen.

Die äußere Form der Konzertreihe geht auf den klassischen Liederabend zurück, bei dem Sänger ohne Kostüm und Dekor mit pianistischem Partner auftreten. Diese Einfachheit bietet die Möglichkeit, große Intensität herzustellen und direkt mit dem Publikum in Kontakt zu treten.





Flyer colla voce 2/2010

 


So 19.09.2010, 11:00 Uhr
colla voce: Romantik und Moderne – Lieder von Samuel Barber und Robert Schumann



Liedermatinée mit Laurie Gibson (Sopran) und Ulrich Raue (Klavier)

Die aus dem Bundesstaat New York (USA) stammende Opernsängerin Laurie Gibson und der Leverkusener Pianist Ulrich Raue wählten für ihr Programm Lieder bedeutender Komponisten ihrer jeweiligen Heimatländer aus:
Samuel Barber und Robert Schumann – der entstehende Dialog ist abwechslungsreich, spannungsvoll und farbenfroh.

Durch die Gegenüberstellung von Liedern Schumanns und Barbers zu zeitlosen Themen wie Liebe und Erotik oder Scherz und Humor ergibt sich ein spannender Vergleich, wie in der Romantik bzw. der Moderne mit verschiedenartigen musikalischen Darstellungsweisen ähnliche Inhalte zum Ausdruck gebracht werden.

Im Bereich der Schumannlieder bietet das Programm einen interessanten Einblick in die Spannweite seines kompositorischen Schaffens: vom einfachen „Volksliedchen” über die Vertonungen der Gedichte aus „Wilhelm Meister”, einer Auswahl aus „Myrthen” Op.25 und Liedern wie „Sehnsucht” und „Herzeleid”.

Von Samuel Barber stehen unter anderem die „Hermit Songs” auf dem Programm. Diese Vertonungen von teilweise kurios witzigen und teilweise tiefgehenden Textvorlagen gehen auf Notizen von anonymen irischen Mönchen und Gelehrten zurück und beschreiben alltägliche Begebenheiten, auch Fantasien, welche die Mönche während ihres Alltags in Klöstern zwischen dem 8. und 13. Jahrhundert verfassten. Die sehr plastischen Textvorlagen wurden von Barber mit viel musikalischem Witz auskomponiert.

Das Konzert findet im Zwirnersaal statt.

Eintritt: 11 €, ermäßigt 8 €

[Karten bestellen]
 


Sa 20.11.2010, 19:00 Uhr
colla voce: „My Thoughts are winged with hopes …” Lieder von John Dowland



mit Gesine van der Grinten (Sopran) und Thomas Geisselbrecht (Gitarre)

John Dowland (1563–1626) war im 16. Jahr-
hundert Europas berühmtester Lautinist und Komponist. Mit seinem 1597 veröffentlichten „Book of songs or Aires” begründet Dowland eine in England bislang nicht existierende Form der Textvertonung. Natürlich gab es zahlreiche Madrigalsammlungen, aber eine Sammlung ausschließlich strophisch angelegter Texte mit der prinzipiell offen gelassenen Möglichkeit, diese Texte als Sololied mit Lautenbegleitung, als einen vierstimmigen a capella-Satz oder als Mischform aufzuführen, war etwas völlig Neues.

Emma Kirgby:
Der Verehrer hört beim Namen Dowland eine leise, zarte Stimme in seinem Gedächtnis: Sie spricht von Schmerz, Freude und unbeschreiblicher Schönheit. Wie konnte und kann dieser Mann, der – so heißt es – seine Tage durchaus fröhlich verbrachte, auf seine damaligen und heutigen Hörer eine solche Wirkung ausüben? Einige Antworten gibt das Wesen seines Instrumentes, der Laute, deren vollendeter Meister er war: sein Ruhm in ganz Europa verdankte sich seinen Auftritten und der Mundpropaganda. Man nannte ihn „den englischen Orpheus”, er konnte mit ungemeiner Virtuosität verblüffen, doch in der Hauptsache war er, wie Orpheus selbst, ein Seelenheiler, und dafür ist etwas Subtileres und Tieferes von Nöten.(…)

Das Konzert findet im Café statt.

Eintritt: 11 €, ermäßigt 8 €

[Karten bestellen]


Abonnementpreis für beide Konzerte je Spielzeit: 18 € / 12 €

Kartenvorverkauf:

CD-Line, Kleve

[www.moylandshop.de]

oder

Museum Schloss Moyland
Am Schloss 4
D-47551 Bedburg-Hau
Tel.: +49 (0) 2824 / 9510 – 60
Fax: +49 (0) 2824 / 9510 – 94
kartenvorverkauf@moyland.de

Reservierte Karten bitte bis Schließung des Museums am Veranstaltungstag abholen.
Bei Nichtabholung werden 50% des Eintrittspreises in Rechnung gestellt.

Bei der Zusendung von Eintrittskarten wird in der Regel keine Bearbeitungsgebühr erhoben.
Ausnahmen gelten bei Veranstaltungen, bei denen die Stiftung Museum Schloss Moyland
nicht als Veranstalter auftritt, sondern nur als Veranstaltungsort genutzt wird.