Symposium

Original oder Reproduktion? Dilemma beim Ausstellen von Kunst auf Papier

31.3.2017

Eines der zentralen Probleme beim Ausstellen von Kunst auf Papier ist deren Lichtempfindlichkeit. Die Werke können nur für kurze Zeit und bei stark reduziertem Licht gezeigt werden. Danach verschwinden sie wieder im Dunkel der Depots.

Das Symposium geht der Frage nach, ob das Zeigen von Reproduktionen, insbesondere von oft präsentierten, prominenten Werken, ein Ausweg aus diesem Dilemma sein könnte. 

Doch welche Konsequenzen hat das für unsere Wahrnehmung der Originale? Wie ist es in einem derartigen Fall um die vielbeschworene Aura des Kunstwerks bestellt? Erübrigt sich vielleicht sogar der Besuch im Museum, wenn man die reproduzierten Werke bequemer und detaillierter zu Hause am Bildschirm betrachten kann?

Muss das Verhältnis zwischen Original und Reproduktion grundsätzlich neu bewertet werden?

 

PROGRAMM (PDF)

9.30 Uhr, Begrüßung
Dr. Bettina Paust, Stellvertretende Künstlerische Direktorin

9.45 Uhr, Einführung in das Tagungsthema
Dr. Barbara Strieder, Leiterin Grafische Sammlung

Impulsvorträge
10.00 Uhr, Original und Reproduktion – Über einen Gegensatz, der keiner ist
Prof. Dr. Wolfgang Ullrich, Autor und Kulturwissenschaftler, Leipzig

11.30 Uhr, Faksimile als Chance für den internationalen Kulturdialog im Medium der Ausstellung
Wolfger Pöhlmann, Freier Kurator und Sachbuchautor, München

12.15 Uhr, Liebe ohne Leiden – Zum Ausstellen von Kunstwerken auf Papier
Dipl.-Rest. Georg Josef Dietz, Leiter Abteilung Konservierung/Restaurierung, Kupferstichkabinett Berlin

Berichte aus der Praxis
14.45 Uhr, Der Einsatz von Reproduktionen am Beispiel des Block Beuys
Dr. Mechthild Haas, Leiterin Graphische Sammlung, Hessisches Landesmuseum Darmstadt

15.20 Uhr, Einsatz von Faksimiles in der Berlinischen Galerie
Maria Bortfeldt, Foto- und Papierrestauratorin, Berlinische Galerie

16.45 Uhr, Konsequenzen für die Ausstellungspraxis?
Podiumsgespräch der Referenten und Schlussdiskussion im Plenum

 

Konzeption und Organisation
Dr. Barbara Strieder, Leiterin Grafische Sammlung, Stiftung Museum Schloss Moyland

Anmelden

Kosten: 39 €, ermäßigt 29 €
Der Preis umfasst Teilnahmegebühr, Museumseintritt, Pausengetränke sowie Mittagsimbiss.

Verbindliche Anmeldung bis 21. März 2017 
unter info@moyland.de

Bei Rücktritt bis zum Anmeldeschluss werden nach Anmeldung 15 € einbehalten, bei Nichterscheinen wird die Gebühr zu 100 % einbehalten.

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