Symposium

Tiere als Akteure und Material in der zeitgenössischen Kunst

12.–14.5.2017

Das ambivalente Verhältnis zwischen Mensch und Tier durchzieht die gesamte Menschheitsgeschichte. Die Diskrepanz, die zwischen der Funktion des Tiers als industriell verarbeitetem Nahrungslieferanten und als Begleiter des Menschen besteht, zeigt wohl am deutlichsten, wie widersprüchlich die Mensch-Tier-Beziehung heute ist.

In den Künsten wird diese Entwicklung intensiv verhandelt, wobei innovative künstlerische Ansätze, wie die Interspecies Art, das Tier nicht mehr als Objekt, sondern als selbstbestimmender Akteur betrachten.

Die Tagung beleuchtet erstmals aus interdisziplinärem Blickwinkel die Bedeutung und Rolle des toten und lebenden Tieres in der Kunst seit Ende der 1960er Jahre bis heute.

Den komplexen Fragestellungen rund um das Ausstellen von lebenden und toten Tieren widmen sich renommierte Expert/innen aus den Geistes-, Sozial-, Natur- sowie Rechtswissenschaften.

Die Tagung wird gefördert von der Fritz Thyssen Stiftung für Wissenschaftsförderung.

 

PROGRAMM

FREITAG, 12.5.2017
15.00 Uhr, Führung durch Museum und Park
Dr. Bettina Paust und Laura-Mareen Janssen (Bedburg-Hau)

17.00 Uhr, Begrüßung & Beuys und der Coyote: Wie das lebende Tier in die Kunst kam
Dr. Bettina Paust (Bedburg-Hau)

18.00 Uhr, Keynote: Performative Interspezies-Kunst im 21. Jahrhundert
Dr. Jessica Ullrich (Erlangen)

 

SAMSTAG, 13.5.2017
Themenblock Tiere in Kunst & Philosophie

9.00 Uhr, Tier – Werk – Betrachter. Interaktionen in einer Dreiecksbeziehung zeitgenössischer Kunst
Dr. Marvin Altner (Kassel)

9.55 Uhr, Tier und Tod. Vom Umgang mit Kadavern in der Aktionskunst
Prof. Dr. Barbara Gronau (Berlin)

11.15 Uhr, Der tierische Leib. Berlinde de Bruyckeres Pferde-Skulpturen
Laura-Mareen Janssen (Bedburg-Hau)

12.05 Uhr, Typus oder Individuum? Zur Präsentation lebender Tiere in der Gegenwartskunst
Prof. Dr. Thomas Macho (Berlin)

14.40 Uhr, Artist Talk
Deborah Sengl (Wien) & Tue Greenfort (Berlin)

Themenblock Tiere in Biologie & Soziologie

16.05 Uhr, Jemand oder etwas? – Soziologische Analysen zur Ambivalenz der Mensch-Tier-Beziehung
Marcel Sebastian M. A. (Hamburg)

17.30 Uhr, Keynote: Gegenwartskunst zwischen Vermenschlichung und Vertierlichung. Perspektiven der Verhaltensbiologie
Prof. Dr. Volker Sommer (London)

 

SONNTAG, 14.5.2017
Themenblock Tiere in Recht & Ethik

9.30 Uhr, Vom Lebewesen zum Anschauungsobjekt: Ethisch relevante Facetten der Nutzung und Verwertung von Tieren
Dr. Judith Benz-Schwarzburg (Wien)

10.25 Uhr, Das Tier in Kunst, Recht und Ethik
Dr. iur. Antoine F. Goetschel (Zürich)

11.45 Uhr, Podiumsdiskussion
Dr. Dorothée Brill (Braunschweig), Martin Sebastian Abel (Düsseldorf), Dr. Wolfgang Dreßen (Krefeld)

13.00 Uhr, Schlusswort
Dr. Bettina Paust (Bedburg-Hau)

Vorgesehen sind 30-minütige Vorträge mit anschließend 15-minütigen Diskussionen.

 

Moderation
Ludger Kazmierczak, Leiter WDR Studio Kleve

Konzeption und Organisation 
Dr. Bettina Paust, Stellvertretende Künstlerische Direktorin, und Laura-Mareen Janssen, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Stiftung Museum Schloss Moyland

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Kosten: 40 €, ermäßigt 20 €
Der Preis umfasst Teilnahmegebühr, Museumseintritt und Pausengetränke.

Verbindliche Anmeldung bis 1. Mai 2017 
unter info@moyland.de oder Tel. +49 (0)2824 9510-10

Bei Rücktritt bis zum Anmeldeschluss werden 10 € einbehalten. Nach Anmeldeschluss kann die Teilnahme nicht mehr zurückgezogen werden und der volle Preis wird berechnet.

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